Das dänische Pharmaunternehmen Xellia errichtet ein hochmodernes, automatisiertes Pharmawerk in Szigetszentmiklós. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 28 Mrd. Forint (71 Mio. Euro). Ein Viertel davon wird aus staatlichen Fördermitteln gedeckt.
In dem Werk entstehen 91 hochqualifizierte Arbeitsplätze. Das neue Werk der Xellia Gyógyszervegyészeti Kft. setzt konsequent auf Automatisierung und Digitalisierung, die langfristig zur Stärkung des Forschungs- und Entwicklungsstandorts beitragen sollen. Die Bedeutung des Projekts geht weit über die Landesgrenzen hinaus. In Zeiten globaler Lieferkettenschwierigkeiten wird das Werk ein entscheidender Baustein für die Arzneimittelversorgungssicherheit der gesamten Europäischen Union sein. Das Werk wird vollständig für den Export produzieren, der Anteil ungarischer Zulieferunternehmen soll bei 90% liegen.
Ungarns Pharmasektor befindet sich in der TOP20 der größten Exporteure von Medikamenten weltweit. Nachdem allein im letzten Jahrzehnt drei Dutzend Großprojekte im Gesamtvolumen von 260 Mrd. Forint (663 Mio. Euro) auf den Weg gebracht wurden, konnte die Industrie ihren Ausstoß im vergangenen Jahr auf 1.300 Mrd. Forint (3,3 Mrd. Euro) steigern. Die Pharmaindustrie gilt in Ungarn als Vorreiter des wirtschaftlichen Strukturwandels. Mit 36 internationalen Großinvestitionen innerhalb der letzten Dekade gehört der Sektor zu den innovativsten Branchen des Landes.